Viele der typischen Gerichte bestehen aus frischem Fisch, der oft über dem offenen Holzkohlenfeuer mit vielen Kräutern und Knoblauch gegrillt wird. Dazu passt ein leichter Vinho Verde vom Festland oder ein lokaler Rot- oder Weißwein.
Überhaupt ist die Inselküche einfach und gut, viel Fisch, auch Fleisch, viele Suppen dominieren die Speisekarte.
Ein beliebter Meeresbewohner ist der Espada, den man in Zitrone oder Essig mariniert, brät oder grillt und häufig mit gegrillten Bananen serviert.
Nicht zu verwechseln damit sind Espetadas, Rindfleischspießen, die zu besonderen Gelegenheiten mit Meersalz und Knoblauch auf Lorbeerzweigen über einem Holzfeuer gegrillt werden. Aus Umweltgründen, der Lorbeerwald steht unter strengem Naturschutz, verwendet man heute meist Stahlspieße, reibt das Fleisch dafür aber mit frischen Lorbeerblättern ein, was dann zu dem unverkennbaren Aroma führt.
Hinter Prego no prato verbirgt sich ein Steak zwischen zwei Scheiben deftigem Brot, das oft mit Knoblauchbutter bestrichen wird.
Eine sehr beliebte Suppe, einfach und köstlich, ist die Fischsuppe Caldeirada. Daneben gibt es deftige Eintöpfe wie Caldo verde, fein geschnittener Kohlsuppe mit, Kartoffeln, Knoblauch und scharfer Wurst oder Açorda, eine Brotsuppe mit Knoblauch, Olivenöl und einem pochierten Ei.
Für den kleinen Hunger zwischendurch empfehlen sich die belegten Sandes, die die Briten auf die Insel gebracht haben: Zwischen Weißbrotscheiben werden in fantasievollen Varianten Fisch, Hähnchen, Schinken, Salat, Tomaten, Käse oder Ei serviert.
Nicht vergessen sollte man die Tomatensuppe, gehaltvoll und lecker - jede Hausfrau hat hierfür ihre eigene Kreation (Frische Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, ein pochiertes Ei!)